Angst oder Liebe?

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Unser ganzes Leben ist geprägt von Entscheidungen. Tagtäglich müssen wir uns unzählige Male entscheiden. Das fängt schon früh morgens an mit der Frage, was wir zum Frühstück essen, oder welche Kleidung wir an diesem Tag tragen wollen.

Die meisten Entscheidungen treffen wir schnell, und ohne lange zu überlegen. Doch was ist, wenn wir vor einer wichtigen Entscheidung stehen, und einfach nicht wissen, wie wir uns entscheiden sollen? Wenn eine falsche Entscheidung schwerwiegende Konsequenzen haben kann? Wenn man nicht weiss, was das beste für einen selbst ist, man sich zu nichts durchringen kann, wie erstarrt ist, und letztlich handlungsunfähig wird, kann eine solche Situation kann zu einer nervlichen Zerreissprobe werden.

Manche Menschen bitten dann andere um Rat, legen Pro- und Kontra-Listen an, befragen die Karten, die Sterne, das Pendel, oder werfen eine Münze. All dies sind Möglichkeiten, zu einer Entscheidung zu finden. Aber eigentlich brauchen wir diese Hilfe von außen nicht. Die Lösung liegt in uns selbst. Denn der Schlüssel zur richtigen Entscheidung sind unsere eigenen Emotionen.

Im Grunde genommen gibt es eigentlich nur zwei Emotionen – Angst und Liebe.
Auch wenn wir natürlich noch viele andere Gefühlszustände kennen, lässt sich letztendlich jedes Gefühl auf Angst oder Liebe zurückführen. Wut kann beispielsweise die Angst sein, nicht ernst genommen zu werden. Hinter Eifersucht steckt meist die Angst, nicht liebenswert zu sein und die Angst vor Verlust einer geliebten Person. Neidgefühle gegenüber anderen drücken die Angst aus, im Leben zu kurz zu kommen. Positive Gefühle wie Freude, Begeisterung, Zufriedenheit hingegen, beruhen immer auf der Liebe zu etwas oder zu jemandem.

Wenn wir eine Entscheidung zu treffen haben, müssen wir also lediglich heraus finden, ob wir bei dem Gedanken an die möglichen Optionen jeweils Liebe oder Angst empfinden.
Dabei kann uns unser Körper helfen. „Angst“ kommt von dem lateinischen Wort „angus“ und bedeutet „eng“. Wenn wir Angst empfinden, wird unser Körper eng, das Herz zieht sich zusammen, die Atmung wird flach, wir haben vielleicht einen Knoten in der Magengegend. Liebe hingegen ist ein Gefühl von Offenheit und Weite. Unser Herz geht auf, wir atmen tief durch, unser Körper entspannt sich.

Wenn sie also vor einer wichtigen Entscheidung stehen, hören Sie auf, sich den Kopf zu zerbrechen. Suchen Sie sich ein ruhiges Plätzchen und nehmen Sie sich einen Moment Zeit ganz für sich. Schliessen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, wie es wäre, sich für eine der Möglichkeiten entschieden zu haben. Wie fühlt es sich an? Welche Symptome zeigt Ihr Körper? Fühlt es sich eng an oder weit? Ist es Angst oder Liebe, was sie empfinden?
Spielen Sie so alle Möglichkeiten durch. Je genauer und realistischer Sie sich die jeweilige Situation ausmalen, desto stärker werden Ihre Gefühle dabei sein.

Das, was bei Ihnen das stärkste Gefühl von Liebe auslöst, ist die richtige Entscheidung. Was Sie aus Liebe tun, auch wenn es zunächst schwierig oder gar unvernünftig erscheint, ist letztendlich immer das Beste für Sie. Was Sie nur aus Angst tun, können Sie getrost vergessen, es führt zu nichts Gutem.

Vertrauen Sie Ihrem Gefühl, es ist Ihr bester und ehrlichster Ratgeber!